Einführung

Nach Inkrafttreten der Stiftung Joseph Breitbach ist in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, der Joseph-Breitbach-Preis für deutschsprachige Schriftsteller 1998 zum ersten Mal verliehen worden. Von 1998 bis 2003 wurde das Preisgeld jedes Jahr an drei Autoren vergeben.

Zum 100. Geburtstag von Joseph Breitbach fand im September 2003 die Preisverleihung in seiner Geburtsstadt Koblenz statt. Im Anschluss daran haben sich die Mainzer Akademie, die Stadt Koblenz und die Stiftung Joseph Breitbach darauf verständigt, die Preisverleihung jedes Jahr in Koblenz auszurichten.

Die Stadt Koblenz organisiert und sponsert gemeinsam mit der Sparkasse Koblenz die Preisverleihung im Stadttheater Koblenz. Mit Navid Kermani, der den Breitbach-Preis am 19. September 2014 entgegennehmen wird, wird der 30. Preisträger ausgezeichnet.



DER BREITBACH-PREIS DES SWF 1993



Das Ministerium für Kultur und Bildung, Mainz, und der Südwestfunk, Landesstudio Rheinland-Pfalz, hatten 1993 gemeinsam einen Literaturpreis ins Leben gerufen. Er erhielt den Namen Joseph-Breitbach- Preis. Zum erstenmal wurde er im Dezember 1993 von Frau Staatsministerin Dr. Rose Götte und dem Studiodirektor des SWF Mainz, Dieter Lau, verliehen. Die ersten Preisträger waren Heinz G. Hahs und Gabriele Cenefels (Förderpreis). Prof. Dr. Herbert Heckmann, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, hielt die Festansprache, eine Laudatio auf Breitbach.

Im Februar 1993 hatte Herr Prof. Dr. Bernd Goldmann mich als den Verwalter des Nachlasses von Joseph Breitbach angerufen und gefragt, ob ich einverstanden sei, wenn der neue Literaturpreis des Ministeriums für Kultur und Bildung und des SWF nach Joseph Breitbach benannt würde. Ich habe dieser Ehrung Breitbachs hocherfreut zugestimmt, nicht wissend, dass Breitbach selbst einen Literaturpreis gestiftet hatte. In seinem gesamten Nachlass findet sich kein Hinweis auf den von Joseph Breitbach gestifteten Preis.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal Frau Staatsministerin Dr. Götte, Herrn Dr. Gauch und Herrn Prof. Dr. Goldmann, ausdrücklich dafür danken, dass sie Breitbach als Namensgeber ihres Preises gewählt haben.

Das Ministeriums für Kultur und Bildung und der SWF haben ihren Preis 1998 umbenannt in Georg K.-Glaser-Preis.

Wolfgang Mettmann