kermani

DIE WANDLUNG DER SUSANNE DASSELDORF

Noch 1978 schrieb Joseph Breitbach:

„Der Roman hat nur historisch Belegtes zum Rahmen, als die Stadt Koblenz
unter der amerikanischen Besatzung ebensoviel seufzte wie jauchzte!“



Der 1933 verbotene erste Roman Joseph Breitbachs –
ergänzt durch bisher unbekannte Briefe und Dokumente.


Joseph Breitbachs Romandebüt von 1932 entfaltet ein weites Panorama
der politischen Verhältnisse, aber auch der Emotionen und sexuellen
Neigungen. Ort der Handlung ist Koblenz, das im Dezember 1918 von
amerikanischen Truppen besetzt wird. Schicksal und Beziehungen der
Fabrikantenfamilie Dasseldorf und der im Hinterhaus lebenden Gärtnersfamilie überlagern sich im Alltag des vom fremden Militär bestimmten Ausnahmezustandes, wo moralische Bedenken und Ehrlichkeit dem Überlebenstrieb zum Opfer fallen.
Der gut gebaute und leichtlebige Boxer Peter Hecker, eigentlicher Held des Romans, der seine Gunst ohne jede Scheu auf beide Gechlechter verteilt, wird von der geschäftstüchtigen und unsentimentalen Susanne Dasseldorf, aber auch vom weinerlich-eifersüchtigen Sekretär Schnath leidenschaftlich begehrt. Im Konflikt zwischen Sinnlichkeit und Vernunft fällt Susannes Wahl schließlich auf den amerikanischen Major Cather, in dem sie erst den Feind sieht, dann aber doch den Menschen und Mann entdeckt.

„Ihre Erzählung ist außergewöhnlich fesselnd und ich konnte nicht eine Zeile überspringen.“

ANDRÉ GIDE IN EINEM BRIEF AN BREITBACH ÜBER
„DIE WANDLUNG DER SUSANNE DASSELDORF“



ZEITTAFEL



Erzählung und Wirklichkeit.

Der Roman >Die Wandlung der Susanne Dasseldorf< und die Ereignisse in Koblenz und Deutschland 1918/19

EREIGNIS IN KOBLENZ

EREIGNIS IM ROMAN

HISTORISCHE EREIGNISSE
IN DEUTSCHLAND

3./4. November 1918


In Koblenz amtiert ein Soldatenrat; eine Bürgerwehr sorgt für Ordnung, es findet keine richtige Revolution statt.

„Deutschland befindet sich im Aufruhr. In Berlin sind Straßenkämpfe.“ (S. 97) In der Familie des Gärtners gab es nämlich einen roten Matrosen. […] Georg Hecker war 1917 wegen Landesverrats und Meuterei zu schwerer Zuchthausstrafe ver-urteilt und […] von den Kieler Matrosen bei den ersten Auf-ständen befreit worden. (S. 12)


Die Meuterei der Matrosen greift auf Kiel über. Dort kommt es zu blutigen Zusammenstößen mit dem Militär. Es folgen Demonstrationen und offener Aufruhr der Matrosen und Werftarbeiter. Am 4. November werden in Kiel die ersten Arbeiter und Soldatenräte gewählt, die die öffentliche Gewalt in der Stadt übernehmen.

9. November 1918


Wie weit die Stadt Koblenz 1918 von einer »Novemberrevolution« entfernt ist, zeigt nicht zuletzt der Dank, den die Stadtver-ordnetenversammlung dem Ober-bürgermeister Clostermann am 27. Dezember 1918 dafür ausspricht, daß er „in der letzten Zeit für das Wohl der Stadt und besonders für die Milderung der Ernährungs-schwierigkeiten und die Erhaltung der Ruhe, Ordnung und Sicherheit (eine) rastlose opferwillige und erfolgreiche Tätigkeit“ entfaltet habe. (Geschichte der Stadt Koblenz)

„Was wollen Sie von dem verängs-tigten Bürgertum erwarten! Auf die Sozialdemokraten ist kein Verlaß, die Monarchie hat ihnen den Ge-schmack am Patriotismus verdor-ben.“ (S. 177)

Susanne:
Alle, bis auf den Marschall, der seine Truppen heimgebracht hatte, alle waren feige gewesen 1918. Keiner der Fürsten hatte auch nur den Versuch gemacht, seinen Thron zu halten und das Chaos zu verhindern. Und das Bürgertum, das früher dem Adel nachgelaufen war, ging aus Angst Hand in Hand mit den Roten, statt jetzt kräftig die Macht gegen rechts und links zu ergreifen. Mit diesen Rosaroten, die nicht einmal eine Revolution richtig hatten machen können, setzten sie sich an einen Tisch! Sie waren alle verächtlich. (S. 446)

Am Ende des Ersten Weltkrieges bricht im November 1918 im Deutschen Reich eine Revolution aus, in deren Folge der deutsche Kaiser und alle anderen Monar-chen der deutschen Bundesstaa-ten in kürzester Zeit zurücktreten müssen.

Das Zweite Deutsche Reich bricht zusammen. Philipp Scheidemann (SPD) ruft am 9. November 1918 in Berlin die Republik aus. Die Spartakisten, vertreten durch Karl Liebknecht, tun wenig später das gleiche. General Henry T. Allen: „Die Abdankung und Flucht des Kaisers zerstörten in weiten Krei-sen des Mittelstandes die Hoch-achtung vor der Monarchie. Man verübelte es dem Kaiser, daß er davongelaufen war, fürchtete die Spartakisten und deren Sol-daten- und Arbeiterräte und nahm die Persönlichkeiten der neuen Regie-rung hin, ohne Vertrauen auf ihre Befähigung, das Staatsschiff zu steuern.“

„Die Angehörigen der militärischen und regierenden Klasse, jetzt durch ihre Niederlage gedemütigt, haßten ihre Feinde, die nun als Sieger unter ihnen lebten, heißer aber noch haßten sie ihre sozialis-tischen Volksgenossen, die die Regierung an sich gerissen hatten.“

11. November 1918


Dem Aufbäumen am 9. November 1918 folgt am 11. November das Waffenstillstandsabkommen, das bis auf den westlichen Kriegsschauplatz das Blutvergießen des Ersten Weltkrieges beendet.
Von besonderer Bedeutung für die Stadt Koblenz ist Artikel V dieses Abkommens. Danach gehört der ganze Koblenzer Raum zu dem von deutschen Truppen zu räumenden Gebiet. In die von Trier bis zur Moselmündung reichende „Kob-lenzer Zone“ weist der Ober-befehlshaber der alliierten Armeen, Marschall Foch, die Amerikaner als Besatzungsmacht ein. Die Bestimmungen treffen Koblenz als Garnisonstadt am Lebensnerv.


Susanne:
Sie verstand nicht, wie ein deutscher Offizier hier am Teetisch seelenruhig über die amerikanische Armee sprechen konnte, während draußen dieselben Amerikaner als Sieger einzogen. Sie konnte seit dem Waffenstillstand und seit der Revolution kaum mehr ruhig auf dem Stuhl sitzen. (S. 16)

„So!“ sagte sie empört. „Ich habe immer gemeint, durch Amerikas Eingreifen hätten wir den Krieg verloren.“ (S. 75)

Abschluß des Waffenstillstandes zwischen Deutschland und den Alliierten im Wald von Compiègne. Im berühmten Eisenbahnwagon des Marschall Foch wird unterzeichnet, daß die deutschen Truppen sich abschnittsweise aus Nordfrankreich und Belgien zu-rückziehen und bis zum 9. Dezem-ber kein deutscher Soldat mehr links des Rheins zu sehen sein darf. Die alliierten Truppen rücken nachfolgend in das geräumte Ge-biet ein und besetzen das gesamte linke Rheinufer.
Die Franzosen werden als „Sieger von Yankees Gnaden verstanden“.

November 1918


Trotz Waffenstillstand, und obwohl es auf deutscher Seite keine Neigung zur Wiederaufnahme kriegerischer Handlungen gibt, bleibt die (Lebensmittel-) Blockade bestehen, und damit der Hunger, das Elend und die Not auch für Schwache, Kranke, Greise und Kinder. Um so schlimmer für die Bevölkerung, die zusehen muß, wie an den Feldküchen auf offener Straße Fleisch gekocht wird und kein Mangel an Brot und Lebensmitteln herrscht.

Louis:
„Ich habe ihm [Major Cather] gezeigt, wie völlig ausgepumpt das Land nach dem vierjährigen Krieg ist. Er weiß jetzt, was es bedeutet, daß die Lebensmittelblockade noch immer nicht aufgehoben ist. In Essen habe ich ihn gezwungen, sich die Menschenschlangen vor den Geschäften anzusehen. In der Eifel habe ich ihn in die leeren Ställe der Bauern geführt, und in Köln bin ich mit ihm in ein Krankenhaus gegangen. Der Chefarzt, ein Freund meines Vaters, hat mit ihm einen Gang durch die Kindersäle gemacht. Cather war ehrlich erschüttert von dem Anblick der unterernährten Würmer.

Er hat sich dort auch das Menü einer Woche vorlesen lassen und […] dabei die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.“ (S. 343/344)

Cather:
„Gestern hat mir einer der deutschen Delegierten eine Statistik der Kindersterblichkeit in Deutschland gezeigt, die mich einfach entsetzt hat.“ (S. 227)


Die Lebensmittelblockade gegen Deutschland und Österreich wird nach Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens am 11. November 1918 noch acht Monate fortgesetzt und kostet zusätzlich zu den Kriegsopfern einer Million Menschen das Leben.

25. November 1918


Die Spitze der geschlagenen deutschen Armee trifft in Koblenz ein.

Als er [der rote Georg] eintraf, hatten die zurückflutenden deut-schen Fronttruppen aber bereits den Rhein erreicht […] (S. 13)

November 1918. Von allen Fronten strömt die geschlagene, verbrauchte und verhungerte deutsche Armee in die Heimat zurück. Der Krieg ist verloren.

1. Dezember 1918


Marschall Foch erläßt folgende Anordnungen: Jede über zwölf Jahre alte Person muß einen mit Unterschrift und Adresse versehenen Personalausweis mit sich führen, von der Polizei beglaubigt und abgestempelt. Jeder Haushaltsvorstand muß an der Innenseite der Haustüre des Wohngebäudes eine Liste anschlagen, auf der Namen, Nationalität, Geschlecht, Alter und Beruf jedes einzelnen Hausbewohners angegeben sind. Niemand darf mehr nach Belieben reisen oder wandern. Ein Exemplar jeder Zeitung muß sofort nach Erscheinen dem örtlichen Militärkommandanten zugestellt werden. Alle Postsachen werden der Zensur der amerikanischen Militärbehörden unterworfen, und der Gebrauch des Fernsprechnetzes für Gespräche außerhalb des Ortsnetzes ist verboten. Darüber hinaus erhalten die Besatzungstruppen ein über die militärischen Anlagen hinausgehendes, in das Privatleben und die Privatsphäre der Bevölkerung eingreifendes Einquartierungs- und Requi-sitionsrecht.

General Pershing erläßt diese Anordnungen erst nach Weihnachten, am 27. Dezember 1918.

Im Hauptquartier des Marschalls Foch, der die Armeen der Alliierten als Oberkommandierender befeh-ligte, war am 1. Dezember 1918 ein Befehl für das gesamte linke Rheinufer ausgearbeitet worden, der Louis bereits bekannt war und der für die Bevölkerung schwere Beschränkungen der Freiheit vor-sah. Jede Person, die über zwölf Jahre alt war, sollte ständig einen von den Militär-behörden bestätig-ten polizeilichen Ausweis bei sich führen. In jedem Haus mußte am Eingang eine Liste der Bewohner angebracht werden. Wohnungs-wechsel sowie Fußverkehr des Nachts waren untersagt. Zu jeder Reise war eine besondere Erlaub-nis erforderlich. Jede Ansammlung war verboten, alle Fahrzeuge mußten angemeldet werden. Die Zeitungen standen unter Vorzen-sur. Der Post- und Telegraphen-dienst war zunächst gesperrt. Vor allem hatte jeder Offizier das Recht, Requisitionen vorzuneh-men. Es war der vollkommene Belagerungs-zustand. (S. 43)

Cather:
Es befänden sich sehr viel Deutsch-Amerikaner unter den Truppen, man wolle die Bevölke-rung bis Weihnachten vollkommen in Ruhe lassen und die geplanten Verkehrs- und Paßbestimmungen erst am 27. Dezember veröffent-lichen. (S. 34)


Zahlreiche Anordnungen regulieren das Leben der Zivilbevölkerung in den von der alliierten Armee besetzten Gebieten westlich des Rheins.

7. Dezember 1918


Koblenz nimmt Abschied von den letzten deutschen Truppen, die vertragsgemäß die linke Rheinseite räumen.

Oberst Hünicken führt das letzte deutsche Regiment bei Koblenz über den Rhein und zwar das Infanterieregiment 254, das am 7. Dezember 1918, nachmittags 15:45 Uhr mit dem Lied Die Wacht am Rhein über die Pfaffendorfer Brücke zieht.


Louis hatte noch während des Rückmarsches der deutschen Armee alle Vorkehrungen getroffen, um seine Berichte unabhängig von der offiziellen Post nach Berlin telephonieren zu können. (S. 43)

12. Dezember 1918


Einmarsch der Amerikaner: Etwa 10 000 Soldaten beziehen die von den deutschen Truppen am selben Tag verlassenen Kasernen. Die Dritte Armee hatte ursprünglich 9 638 Offiziere und 221 070 Soldaten. Die Erste, Zweite und 32. Division überqueren den Rhein und bilden den amerikanischen Brückenkopf.

Man schrieb den 12. Dezember 1918. Der Haupttrupp, der nach dem Waffenstillstand von Com-piègne für Koblenz bestimmten amerikanischen Besatzungsarmee rückte in die Stadt ein. (S. 10)

Louis Dasseldorf, Journalist, dik-tiert seinem Sekretär: „Schät-zungsweise beträgt die Stärke der bis heute nachmittag eingerückten Truppen fünftausend Mann.“ (S. 9)


13. Dezember 1918


Der Regierungspräsident siedelt ins Schloß über, das nach dem Sturz der Monarchie den Charakter einer Residenz verloren hat.

Das neoromanische, staufischen Kaiserpfalzen nachempfundene Regierungsgebäude am Rhein wird amerikanisches Hauptquartier.


Das Direktorium dieser neuen Kommission, die ihren Sitz in Koblenz aufschlug, bildete je ein Vertreter Frankreichs, Englands, Belgiens und der Vereinigten Staaten unter dem Vorsitz des Franzosen Tirard. Cather war zum amerikanischen Vertreter ernannt worden. (S. 355/356)


24. Dezember 1918


Der Arbeiterrat nimmt sich der dringenden Frage nach dem Schicksal des Rheinlandes an. Bürgermeister Clostermann setzt sich an die Spitze der Protestbewegungen und erteilt den vermeintlichen Annexionsbestrebungen eine deut-liche Absage. Durch Kontakte zur Ebert-Haase-Regierung in Berlin versucht er, die Reichsregierung zur Ablehnung eines „französischen Diktatfriedens“ zu bewegen. Das bringt ihm die Sympathie der lokalen revolutionären Gremien ein, während in großen Teilen Deutschlands bürgerkriegsähnliche Zustände noch bis Mitte 1919 herrschen.

Während seiner Reise mit Cather in das rheinisch-westfälische Ruhrgebiet hatte Louis die dortige Stimmung und die Verhältnisse studiert: „Unsere Arbeiter! Nein, das kann nicht gut enden! Diese roten Arbeiterräte überall. Die wollen also allen Ernstes die Sozialisierung der Bergwerke erzwingen, und diese Regierung, die wir jetzt haben, versichert den Kerlen auch noch, daß sie ja selbst die Sozialisierung der Bergwerke mit allen Kräften betreibe. Überall wird von Arbeitsgemeinschaft gefaselt. […] dieses Land ist ein Pulverfaß, da blüht uns noch derselbe Schlamassel, den wir Weih-nachten in Berlin hatten.“ (S. 343)


Die nahezu friedliche Revolution von 1918/19 nimmt Weihnachten 1918 in Berlin eine blutige Wendung.

1919


General Allen schreibt in seinem Buch: „Zu Beginn der Anwesenheit der amerikanischen Streitkräfte in Deutschland [im Rheinland!] wurden die meisten Verfehlungen von unseren Mannschaften begangen, die erst richtige Soldaten werden mußten. Die amerikanische Militärpolizei half, die Zustände zu verbessern. Harte Bestrafungen wurden angeordnet.“

Das Staatsarchiv Koblenz hält unter dem Titel: Sittliche Beschädigung durch die Besatzung hunderte von Beschwerden und Verfahren über sittliche Vergehen gegenüber weiblichen und männlichen Mitgliedern der Bevölkerung durch amerikanische Soldaten in seinem Bestand.

Jetzt waren die Amerikaner erst eine Woche hier, und schon kamen abends, wenn die Essen-holer der in der Nähe in einem leerstehenden Magazin unterge-brachten Kompagnien dagewesen waren, Leute von der Straße in den Hof um Essen betteln. Sie [Susanne] hatte gesehen, wie sich dabei Freundschaften anbahnten. Manche Soldaten ließen sich von den hergelaufenen Jungens Kognak und Wein, den sie selbst in den Wirtschaften nicht bekom-men durften, kaufen, und dafür gab es dann Zigaretten […] (Armeebefehl, der den Soldaten streng verbot, mit der Bevölkerung in Verkehr zu treten.) (S. 64/65)

„Das […] Verbot, mit den deutschen Mädchen zu verkehren, hat ein ungeheures Anwachsen der Gelegenheitsprostitution zur Folge […] Die meisten sind Mäd-chen aus den unteren Volks-schichten, die, so unglaublich es klingen mag, die Sucht nach Süßigkeiten in die Arme der Soldaten treibt. ,Mademoiselle, promenade, chocolate!ʻ Das ist ein geflügeltes Wort in der Stadt geworden.“ (S. 331)

„Die Deutschen, die sich mit den Leuten abgeben, sollten sich schä-men. Wir leben nur im Waffenstill-stand mit ihnen. Und gerade die Amerikaner, die schuld sind, daß wir den Krieg verloren haben!!“ (S. 215)


18. Januar 1919



Louis diktierte ihm zwei große Artikel. Der eine war eine scharfe Geißelung der Trierer Verhandlungen über die zweite vollzogene Verlängerung des Waffenstillstandes. (S. 231)

Man unterhielt sich über die Verhandlungen, die Erzberger an diesem Tag um die Verlängerung des Waffenstillstandes in Trier führte. (S. 54) Tatsächlich zogen endlose Kolonnen aller Trup-pengattungen über die Brücke auf das rechte Ufer. Die Besetzung sollte also noch ausgedehnt werden. (S. 56)

Cather erwähnte immer wieder, die soeben gewährte Waffenstill-standsverlängerung sei sicher nicht die letzte. Der Friede stünde sicher noch lange aus, und man müßte sich auf alles gefaßt ma-chen, weil einflußreiche Kreise in Frankreich auf eine Ausdehnung der Besetzung bis zum Ruhrgebiet drängten. (S. 227)

„Was wird Foch wieder alles im Namen der Sicherheit Frankreichs verlangen!“ erwiderte Louis. (S. 177)


In Versailles beginnen die Verhandlungen für einen Friedensvertrag am 18. Januar.

Da am Ende des Jahres 1918 noch kein Friedensvertrag unter-zeichnet ist, das sollte erst am 28. Juni 1919 geschehen, muß der Waffenstillstand am 16. Februar verlängert werden.

Der Preis für den Friedensvertrag ist u.a. die Übergabe der gesamten Handelsflotte an die Entente. Es ist sofort eine Rate von 20 Milliarden Mark Kriegsschadenersatz fällig.

22. Januar 1919



Cather (nach einer Inspektionsreise von vier Tagen) übergibt Louis Dasseldorf, Journalist, den 15seitigen Bericht über die Pläne der Franzosen, hier: General Gérard mit seinem Gehilfen Major Jaquot. »Man arbeitet […] ganz fieberhaft, um der Bevölkerung eine ,Rheinische Republikʻ von Frankreichs Gnaden schmackhaft zu machen oder sie ihr einfach aufzuzwingen […] Gérard [will] von sich aus einen Notablenrat bilden […] die französischen Militärs arbeiten Tag und Nacht, um, wenn der Friedensvertrag enttäuschen sollte, der Pariser Regierung mit einer ›Rheinischen Republik‹ auftrumpfen zu können.« (S. 318) Die Liste der rheinischen Persönlichkeiten nahm fast drei Seiten ein. (S. 320) Louis entschließt sich, die Papiere dem Regierungspräsidenten persönlich zu zeigen. Die Franzosen wollen der Zentrumspartei zuvorkommen


Am 1. Februar lädt der Oberbürgermeister von Köln und Mitglied der Zentrumspartei Konrad Adenauer mehr als sechzig Oberbürgermeister und Abgeordnete der Nationalversammlung und der preußischen Landesversammlung zu einem Treffen nach Köln ein. Erster und einziger Tagesordnungspunkt der Zusammenkunft ist „Die Gründung der Rheinischen Republik“. Er will den Franzosen zuvorkommen.

Februar 1919



Sie hatten sich erst am Abend vorher sehr lange über die jüngsten Ereignisse in der Pfalz ausgesprochen. Dort hatte General Gérard, nachdem er mit dem Notablenrat nicht weit gekommen war, in Landau versucht, von bezahlten Subjekten eine „freie Pfalz“ ausrufen zu lassen. Aber auch dieser Streich war mißglückt, und die deutschen Behörden hatten die Hochverräter kurzerhand eingesperrt. (S. 360)


General Gérard hatte versucht, in Landau von bezahlten Subjekten eine „freie Pfalz“ ausrufen zu lassen. Die deutschen Behörden sperren die Hochverräter ein.

April 1919


Die Luxemburger Kommission wird aufgelöst und in die Rhein-landkommission übergeführt mit Sitz in Koblenz.

Bis dahin hatte der Major allerdings schon, von dem gewöhnlichen Dienst bei seinem Truppenteil beurlaubt, eine Funktion inne, die ihm ziemlich viel Macht in die Hände gab. Er war Mitglied der „Luxemburger Kommission“. Diese interalliierte Wirtschaftskommission befaßte sich hauptsächlich mit dem Warenaustausch zwischen dem besetzten und dem unbesetzten Gebiet. Cather, der aus der Industrie kam, war wegen seiner Kenntnis der europäischen Wirtschaftsverhältnisse kurz nach dem Waffenstillstand zum Mitglied dieser Kommission ernannt worden […] Im April nun löste sich die „Luxemburger Kommission“ in einer neu gebildeten „Interalliierten Rheinlandkommission“ auf, der die Siegerstaaten große Vollmachten über das besetzte Gebiet einräumten. Man wollte damit die Verwaltung der französischen, amerikanischen, englischen und belgischen Oberkommandos am Rhein in allen Wirtschafts-, Industrie und Lebensmittelfragen einheitlich gestalten, um das Gegeneinanderwirken der Alliier-ten unter sich abzustellen. (S. 355)


Mai 1919


Vor dem Schloß wird auf Kosten der Deutschen eine große Halle aus Holz für Boxkämpfe und sonstiges Training der amerikanischen Soldaten errichtet.

Cather stieg unterwegs am Schloß aus. Dort hatten die Amerikaner in den Anlagen vor der Residenz eine große Halle aus Holz errichtet, die das Straßenbild vollkommen verschandelte. (S. 435) Die Halle war ein großer, primitiver Holzbau ohne richtige Tribünen. Der Ring stand in der Mitte. Ein paar Reihen Gartenstühle bildeten die bessern Plätze rund um den Ring herum, sonst gab es nur lange Holzbänke. Es war Platz für achthundert Menschen. (S. 481)


28 Mai 1919


Der Befehlshaber der französischen Zehnten Armee ist am 21. Mai an den General Liggett herangetreten mit der Bitte um amerikanische Unterstützung bei seiner Absicht, die Errichtung einer Rheinrepublik zu fördern.

Cather, der amerikanischer Major, gab folgende Information an Louis, den deutschen Journalisten für ein liberales Blatt in Berlin: „Die Fran-zosen haben heute die Landauer Hochverräter auf freien Fuß ge-setzt“ – Es war am 28. Mai. (S. 360)

„Heute morgen erschien bei uns hier im Hauptquartier ein Oberst aus dem Stab des Generals Mangin. Na, Sie werden ja staunen, was der Mainzer Allmächtige [General Mangin in Mainz] sich in den Kopf gesetzt hat! Er will es schlauer anfangen als sein Kamerad Gérard und hat bei unserem General Liggett anfragen lassen, ob wir der Ausrufung einer ›Rheinischen Republik‹ in der amerikanischen Zone zustimmen könnten. Merken Sie was? Man will das französisch besetzte Gebiet nicht mehr zum Ausgangspunkt dieser lächerlichen Aktionen machen […] Liggett hat die Zumutung natürlich zurück-gewiesen. Und ich reise morgen nach Paris, wo ich mündlich berichten werde. Pershing und Wilson haben nicht die geringste Ahnung von den Verhältnissen im Rheinland ...“ (S. 360/361)

„Die Pläne der Zentrumskreise sind den Franzosen sehr unbequem, und deswegen will Gérard von sich aus einen Notablenrat bilden. Sein Gehilfe, der Major Jaquot, hat schon eine Namensliste bekannter Persön-lichkeiten aufgestellt, kurz, die französischen Militärs arbeiten Tag und Nacht, um, wenn der Friedensvertrag enttäuschen soll-te, der Pariser Regierung mit einer ,Rheinischen Republikʻ auftrump-fen zu können.“ (S. 318)

Cather blieb über Erwarten lange in Paris. Als er Anfang Juni zurückkam, waren die Friedensbedingungen den Deut-schen bereits übergeben worden. Louis war soeben von Speyer und Wiesbaden zurückgekommen. Dort hatten die Franzosen auch neue Versuche gemacht, die „Rheinische Republik“ auszurufen. Die Machenschaften waren aber auch dort am Widerstand der Bevölkerung, die sogar teilweise den Generalstreik erklärt hatte, gescheitert. „Der Generalstreik hat in Paris Eindruck gemacht“, erzählte Cather, als sie sich wieder oben in Cathers Zimmer gegenübersaßen, „Wilson hat sich diesmal zu einem formellen Einspruch gegen die französische Rheinpolitik aufgerafft. Sicher werden die Rheinländer jetzt eine Zeitlang Ruhe vor diesen Abenteuern haben.“ (S. 361)


Franzosen setzen die Hochverräter auf freien Fuß.

General Gérard wird auf Befehl von Paris versetzt (im Herbst 1919). [Paul Jaquot, Adjutant des Generals, bestätigt in einem Buch, welches 1921 erscheint, die mas-sive Förderung der Bewegung Freie-Pfalz, wofür er vor ein fran-zösisches Kriegsgericht gestellt wird.]

Am 7. Mai 1919 wurden den Deutschen die Bedingungen des Versailler Vertrages bekannt gemacht und von der ersten Regierung der Weimarer Republik abgelehnt.

Präsident Wilson glaubt fest an die nationale Selbstbestimmung, durchschaut aber die Ambitionen der Franzosen und macht deren Pläne zunichte, was bei der Friedenskonferenz von allen beteiligten Nationen bestätigt wird.

28. Juni 1919


Die eigenartige Situation entsteht, daß Amerika zwar Mitglied der Rheinlandkommission ist, aber durch die Nicht-Ratifizierung des Friedensvertrages sich mit Deutschland offiziell noch im Kriegszustand befindet.

[…] solange Washington den Friedensvertrag, und damit folglich auch das Rheinlandabkommen nicht ratifiziert hat. Und Washington wird nicht ratifizieren. Wir bleiben also formell im Kriegszustand mit Deutschland, und der amerikanische Abschnitt wird ein Sonderdasein führen, das heißt, er wird nicht der „Rhein-landkommission, sondern dem amerikanischen Militärbefehls-haber unterstellt sein.“ (S. 363)


Der Friedensvertrag von Versailles wird unterschrieben und tritt am 10. Januar 1920 in Kraft. Der US-Senat lehnt seine Ratifizierung jedoch am 18. November ab. So befinden sich die USA und Deutschland faktisch weiterhin im Kriegszustand.

Im Rheinlandabkommen ist die militärische Besetzung mit ihren Bedingungen im Einzelnen geregelt. Als Sicherheit für den Vertrag bleibt das linke Rheinufer (Köln, Koblenz, Trier) besetzt.

8. Juli 1919


General Liggett wird als Kommandant der amerikanischen Armee abberufen, General Henry T. Allen tritt an seine Stelle.

Ein paar Tage später wurde be-kannt, daß der General Liggett, der Kommandant der amerikani-schen Armee, abberufen worden war, und der General Allen am 8. Juli an Liggetts Stelle treten sollte. (S. 363)

Cather:
„Der General Allen hat mir bei ei-ner Besprechung vor ein paar Ta-gen selbst gesagt, daß er, genau wie sein Vorgänger, in seinem Befehlsbereich politische Aben-teuer der Franzosen nicht dulden wird.“ (S. 363)


Generalleutnant Hunter Liggett ist Befehlshaber der Dritten Armee, als sie aufgelöst und ihr Hauptquartier in das französische Etappengebiet verlegt wird. Am 8. Juli 1919 trifft General Henry T. Allen aus Paris ein und übernimmt den Befehl.

Juli 1919


Im Gebäude des Oberpräsidiums der Rheinprovinz richtet sich die Hohe Interalliierte Rheinlandkommission ein. Während des Krieges war das deutsche Kaiserreich von diesem Gebäude aus regiert worden. Koblenz war damals die Hauptstadt der preußischen Rheinprovinzen

Das Direktorium dieser neuen Kommission, die ihren Sitz in Koblenz aufschlug, bildete je ein Vertreter Frankreichs, Englands, Belgiens und der Vereinigten Staaten unter dem Vorsitz des Franzosen Tirard. (S. 355/356)

Cather:
„Sie wissen, daß die Rheinlandkommission hier keine Befugnisse hat, wenn wir nicht wollen.“ (S. 431)

Das Rheinlandabkommen wird in Versailles am 28. Juni 1919 unterzeichnet. Es bildet ein von dem Friedensvertrag getrenntes Übereinkommen. Die Rheinlandkommission wird zur obersten Vertretung der alliierten und assoziierten Mächte innerhalb des besetzten Gebietes. Sie besteht aus vier Nationen: Belgien, Frankreich, Großbritannien, USA, und nimmt ihren Sitz in Koblenz.

Der Senat der Vereinigten Staaten ratifiziert den Versailler Vertrag nicht. Die USA und Deutschland schließen am 24./25. August 1921 einen Sonderfrieden.

September 1919


Während der Anwesenheit der Dritten Armee bis zum September 1919 bleibt die Anti-Fraternisierungs-Bestimmung in Kraft. Die amerikanische Armee ist die letzte der Okkupationsarmeen, die sie aufhebt. Die Ausbreitung von Geschlechtskrankheiten folgt sofort.

Übergriffe von Angehörigen der französischen Armee auf deutsche Frauen.

Das Verkehrsverbot [Frater-nisierung] ist seit heute morgen aufgehoben […] Die Straßen wimmeln von Besatzungspärchen […]“ (S. 464)



„Lassen Sie sich doch erst erzählen, wie die Franzosen sich in Mainz aufführen mit ihren schwarzen Truppen! Da kann eine Frau ja nicht mehr ruhig über die Straße gehen.“ (S. 440)


24. Januar 1924


Abzug der amerikanischen Truppen aus Koblenz. Einholen der amerikanischen Fahne von der Festung Ehrenbreitstein.



 

PRESSESTIMMEN



„Ein einzigartiges literarisches Dokument ist dieser Roman auch aufgrund seines narrativen Verfahrens: Konventionelle Erzählhaltungen werden zugunsten verschiedener Perspektiven aufgesprengt, die sich auf einen ganzen Reigen von Hauptfiguren verteilen, zwischen denen ein unsichtbarer Erzähler wie mit Kamera und Mikrophon hin und her pendelt. […] Das Karussell der offenen und heimlichen Leidenschaften dreht sich inmitten sozialer und politischer Turbulenzen. Für solche Dynamik hat Breitbach eine moderne Erzählweise gefunden: ;Das eine weiß ich jetzt schon sicherʻ, schrieb er seinem Freund Mohr im Januar 1921, ,daß der Roman ziemlich lose (zusammen) mosaikt wird, welchen Fehler grandiose Einzelszenen, Dialoge beheben müssen.ʻ Diese sind dem Autor dann auch grandios gelungen …“

Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung, 18. April 2007



„Die politisch-sozialen und zwischenmenschlichen Spannungen geben der Handlung eine starke Dynamik. Das Gefälle zwischen Oberschicht und dem ,Proletariatʻ, das sich heute als ,Unterschichtʻ wieder ins Gespräch bringt, gewinnt exemplarische Umrisse [...] Gelegentliche kolportagehafte Züge wirken als Sprengsatz für die Spannung, Probleme der notbedingten Prostitution und Homosexualität werden mit einer im deutschen Roman bis dahin ungewöhnlichen Freiheit angepackt. Die Figurenporträts, die Konflikte und Lösungsversuche bleiben eingebunden in zeitgeschichtliche Umstände, entwickeln aber einen erzählerischen Eigenwert, der auch heute noch den Leser nicht mehr loslässt.“

Walter Hinck, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. November 2007



„Schon deshalb ist die […] Werkausgabe […] ein über das literaturhistorische Interesse hinausweisendes Ereignis. […] Breitbach gelingt es, den Mikrokosmos Koblenz […] einzufangen und außerdem noch die ,große Politikʻ ins Bild zu setzen. Damit liefert er, spät zwar, jenen von der Kritik eingeforderten ,Zeitromanʻ, den die Neue Sachlichkeit zu ihrem Markenzeichen erhoben hatte.“

Ulrike Baureithel, Der Tagesspiegel, 31.12.2006



„Er war ein Citoyen, Homme de lettres, Aufklärer und kaltsinniger Analytiker gesellschaftlicher Umbrüche und zwiespältiger Charakterprofile, dessen literarischer Rang bis heute geradezu sträflich unterschätzt wird. […] Seine Prosa ist in hohem Grade milieugesättigt, dabei elegant, schlank, ohne Schwulst, cartesianisch geschult. Sie ist bis heute ebenso wenig vermufft wie seine komplexambivalente Figurenzeichnung und seine Analyse von Gesellschaftsdynamiken.“

Andreas Nentwich, Du, Nr. 781, November 2007



„Der Roman ist der erste Band der neu erscheinenden Werkausgabe eines zu Unrecht vergessenen Autors, der zu den großen Erzählern des 20. Jahrhunderts gehört. Die Unmittelbarkeit der Sprache und die ungewöhnlich scharfe und konturenreiche, aber auch humorvolle psychologische Beobachtungsgabe schaffen Gestalten, die echt sind. Schon 1929 schrieb Breitbach, es sei sein erklärtes Ziel zu entlarven, jeder Erscheinung den Mantel wegzureißen.“

Jacques Schmitt, EURBAG Magazine, Bücher und Kulturnachrichten, Nr. 13, 2007



„Joseph Breitbach ist in einer französisch-aufklärerischen Erzähltradition immer ein ,entlarvenderʻ Realist und Moralist, der den Realitäten die Unaufrichtigkeiten ihrer Selbstdarstellungen austreibt, Sein und Schein auseinanderhält, der die vordergründige Wirklichkeit auf ihre Abgründe hin sichtbar machen will: da ist noch eine andere, wesentlichere ,Weltʻ für den Menschen. […] Breitbach inszeniert sein Zeit- und Jahrespanorama 1918/19 der politischen und privaten ,Verkettungenʻ glänzend und schildert all die Manöver des Menschlichen mit einfühlsam unwiderstehlicher Lust. […] Dieser Deutsche, der Franzose wurde und ein deutscher Schriftseller blieb […] verdient die Wiederentdeckung, die Lektüre.“

Christian Doering, Deutschlandradio, Büchermarkt, 21. September 2007



„So entfaltet die Neuausgabe des Romans ein vielschichtiges, politisch und sozialhistorisch interessantes Portrait einer Stadt unter fremder Besatzung und zeigt auf oft erstaunliche Weise, wie Klassen- und Geschlechterverhältnisse in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ins Tanzen gerieten.“

Detlef Grumbach, Saarländischer Rundfunk, KulturRadio, BücherLese, 30. Dezember 2006



„Mit funkelnder Ironie und völlig unsentimental, mit hohem erzählerischen Tempo und ohne Furcht vor der effektvollen Zuspitzung schildert er Zeit, Politik und Sitten mit einem Esprit, der diesen Roman auch heute noch lesenswert macht.“

Matthias Richter, NDR Kultur, Neue Bücher, 12. Januar 2007, 12.30 Uhr



„Im Wechsel zwischen persönlichen und politisch-sozialen Ereignissen entstehen Spannung und Dynamik in einem Roman, den zu schreiben Breitbach ein inneres Bedürfnis war.“

Cornelia Staudacher, Deutschlandradio, Büchermarkt, 26. März 2007 und Stuttgarter Zeitung, 1. August 2007



„Joseph Breitbachs Romandebüt, 1932 erschienen und 1933 von den Nazis verboten, ist ein üppiges Sittengemälde des deutschen Bürgertums am Ende des Ersten Weltkriegs. Einer Welt, deren Wiederentdeckung sich lohnt.“

Angela Wittmann, Brigitte, 25. Oktober 2006